Produktive und putzmuntere Communities sind das Salz in der Suppe im Social Intranet. Experten gehen sogar davon aus, dass die Fähigkeit zum Bilden und Moderieren dieser Netzwerke die Führungspersönlichkeiten der Zukunft ausmachen. Typischerweise lassen sich drei Arten von Communities unterscheiden:

  • „Projekt-Communities“, in der sich die Mitglieder eines Teams oder einer Projektgruppe organisieren, um in einem klar abgegrenzten Raum bzw. anhand einer eindeutig definierten Struktur an einer gemeinsamen Aufgabe zu arbeiten (Beispiel: „Messe-Auftritt März 2018“).

  • „Communities of Practice“, in der Interessierte aus verschiedenen Geschäftseinheiten und Standorten ein gemeinsames Thema vertiefen, das sie beruflich bewegt und zu dem sie Wissen zusammentragen möchten. Im Mittelpunkt steht aber nicht die Implementierung einer konkreten Aufgabenstellung (Beispiel: „Best Practices zu unseren Messeauftritten und Kunden-Events“).

  • „Communities of Interest“, in der sich Gleichgesinnte hierarchieübergreifend für den niedrigschwelligen virtuellen Austausch zusammenschließen (Beispiel: „Zukunft von Messen im digitalen Zeitalter“).

Jede Community braucht einen Community Manager. Der wiederum braucht ein breit gefächertes Set an Fähigkeiten, um sein Publikum nachhaltig und erfolgreich einzubinden. Hier einige Tipps, die dabei helfen:

 

  1. Fragen stellen: Betreiben Sie Erwartungsmanagement. Hören Sie zu, was die Mitglieder wissen und lernen möchten und binden Sie Ihre Community aktiv durch Impulsfragen ein (z. B. „Was brauchen Sie, um das Projekt erfolgreich voranzubringen?“)
  2. Ball in der Luft halten: Posten Sie verlässlich und regelmäßig. Es ist z. B. sinnvoller, stets jeden Mittwoch etwas zu schreiben, als fünf Tage hintereinander, um danach in einen wochenlangen Dornröschen-Schlaf zu verfallen.
  3. Zeitnah antworten: Nichts frustriert Community-Mitglieder mehr, als keine Reaktion zu erhalten. Falls Sie selbst nicht die passende Antwort parat haben, leiten Sie Anfragen weiter oder ermuntern Sie die Community, Lösungen zu präsentieren.
  4. Co-Moderator ernennen: Termindruck, Urlaub, Krankheit – es gibt viele Gründe, warum Sie als Community Manager mit Ihren Ressourcen haushalten müssen. Ernennen Sie daher einen Stellvertreter, der Sie kurzfristig unterstützen kann.
  5. Drittinhalte einbinden: Statistiken zum Community-Thema, Link- und Lesetipps, YouTube-Videos und Online-Presse-Clippings – all das und noch viel mehr lässt sich hervorragend integrieren, um sein Publikum zu informieren und zu unterhalten. Nur Mut: Wer Drittinhalte einbindet, kupfert eben nicht stumpf von anderen ab, sondern beweist Weitsicht und Kompetenz.
  6. Wertschätzung zeigen: Danken Sie z. B. besonders engagierten Mitgliedern mit einem kurzen Post. Das motiviert auch die übrigen Teilnehmer.
  7. Neue Mitglieder vorstellen: Namen sind Nachrichten. Bitten Sie neue Mitglieder als „erste Amtshandlung“, sich den übrigen Community-Mitgliedern kurz vorzustellen. Dem ersten Schritt folgen so leichter die Nummern zwei, drei, vier und weitere.
  8. Technische Hilfe bieten: Wer sich in Communities engagiert und beteiligt, nutzt automatisch zahlreiche Features und Funktionalitäten des Social Intranets. Scheuen Sie sich nicht, Tipps und Hinweise hierzu jenseits des Kernthemas der Community zu posten. Binden Sie dafür auch die bestehenden Hilfs- und Trainingsmaterialien Ihrer Kommunikationsabteilung ein.
  9. Inhalte zu Referenzmaterialien machen: Ihre Mitglieder haben durch eine produktive Diskussion ein FAQ entwickelt? Durch die Community-Arbeit entstehen Ergebnisse, von denen auch Kollegen jenseits der Gruppe profitieren könnten? Geben Sie z. B. Ihrer Kommunikationsabteilung hierzu einen Hinweis. Vielleicht entsteht hieraus ja eine spannende Unternehmens-News oder ein Interview?
  10. Beziehungen offline managen: Falls räumlich und zeitlich möglich ist, schaffen Sie Möglichkeiten, sich auch in der realen Welt miteinander zu vernetzen. Ob ein gemeinsames Mittagessen, ein kurzes Treffen auf einer Management-Konferenz: Nichts ersetzt den persönlichen Austausch. Und wer offline nicht zusammenarbeitet, der wird dies auch online nicht tun.

 

Also: Viel Spaß beim Moderieren und beim Erkenntnisgewinn!