IT&Kommunikation Teaser

Manchmal sind sie wie Feuer und Wasser: Die Unternehmenskommunikation und die IT. Hier die Thementreiber, die kommunikativ Bedürfnisse wecken und mit Tempo und Kreativität dafür Sorge tragen sollen, dass Botschaften an die richtige Zielgruppe gelangen. Dort die Technologie- und Prozess-Experten, die ho­­hen Wert auf Stabilität, Genauigkeit und Sicherheit legen müssen.

Aus unseren Social-Intranet-Projekten wissen wir, dass es stets beide Seiten und Perspektiven braucht, um den digitalen Arbeitsplatz Wirklichkeit werden zu lassen. Wer Angebote kreieren will, die Mitarbeitern tatsächlich den vielbeschworenen Mehrwert für ihre Arbeitsaufgaben bieten, muss vom ersten Tag an interdisziplinär denken und handeln. In diesem Punkt unterscheidet sich die Stadtwerksgesellschaft mit 200 Mitarbeitern übrigens nicht einen Deut vom international agierenden 100.000-Mann-Konzern:

  • Technische Betreuung und relevante Inhalte sind gleichrangig und bedingen sich. Deshalb betreffen die meisten Projekte rund um den Digital Workplace häufig das Budget der Kommunikation und der IT. Umso wichtiger ist es, keine Investitionsruine zu schaffen. Sprich: Das Social Intranet muss vom ersten Tag an nicht nur technisch „funktionieren“ und mit spannenden Features die Nutzer begeistern. Es muss vorher und anschließend kommunikativ zum Fliegen gebracht werden und stets mit relevanten Inhalten aufwarten.
  • Dialog- und Kooperationsfähigkeit sind Schlüsselfaktoren für die digitale Transformation. Neue interne Netzwerke durch digitale Interaktion aufzubauen und dauerhaft zu festigen, ist ein Marathon und kein Sprint. Wenn IT und Kommunikation bei diesen Themen nicht (gemeinsam) vorangehen – wer soll es dann tun?
  • Smart Data gehört auch in der internen Kommunikation die Zukunft. Hier geht es ebenfalls zunehmend um User Journeys, ihre Auswertung und das anschließend optimierte und noch präzisere Ausspielen von Informationen.
  • Mit der exponentiellen Vermehrung der Touchpoints (mobile Endgeräte, demnächst wohl auch Wearables und VR-Geräte) gewinnt das Thema IT-Sicherheit und -Compliance noch weiter an Bedeutung. Auch hierbei gilt: Der technische Rahmen ist eine wichtige Säule – die durch Kommunikation gestützt werden muss.
  • Die Erfolgskontrolle rückt verstärkt auch bei internen Prozessen und Aktivitäten in den Fokus des Top-Managements. Jenseits von Klickzahlen oder Reaktionszeiten des Helpdesks gilt es hier, den eigenen Beitrag zur Wertschöpfung und zur Erreichung strategischer Unternehmensziele nachzuweisen. Gemeinsame Initiativen der Unternehmenskommunikation und IT sind gerade rund um das Controlling lohnenswert. Denn Messgrößen wie z. B. die Stabilität der technischen Plattform, Zugriffsmöglichkeiten (Mobile) und Zugriffe, Nutzerfreundlichkeit o. ä. basieren entscheidend auf einer langfristigen Partnerschaft zwischen den beiden Funktionsbereichen. Und wer weiß: Vielleicht münden diese zunehmenden wechselseitigen Abhängigkeiten eines Tages in gemeinsamen, bonusrelevanten Zielgrößen?

Das Zusammenwirken von Kommunikations- und IT-Abteilungen liegt übrigens auch jenseits von Workplace- und Intranet-Projekten im Trend: Laut des Marktforschungsunternehmens Gartner kontrollieren Marketing und Kommunikation in diesem Jahr erstmals mehr Technologieausgaben als die IT-Abteilungen. Vielleicht sind Social-Intranet-Projekte ja also eine hervorragende Gelegenheit, um längst überholte Vorurteile hinter sich zu lassen und neue Allianzen zu schmieden …