Es klingt verlockend: In einem interaktiven Intranet tauschen sich die Mitarbeiter aus und liefern wertvolle Aufschlüsse darüber, welche Themen und Botschaften auf Interesse stoßen und wo im Gegenzug weiterer Informationsbedarf besteht. Doch wie gelingt es in der Praxis tatsächlich, die Beteiligung anzuregen und anschließend das Intranet als Themenradar zu nutzen? Fünf einfache Tipps helfen Kommunikationsmanagern im Tagesgeschäft:

  1. Likes und geteilte Beiträge der Nutzer beobachten und in Themen kategorisieren. Diese Übersicht ist eine gute Grundlage, um die eigenen Angebote nachzujustieren und noch stärker an den Interessen der Zielgruppe auszurichten.
  2. Diskussionen anstoßen und Meinungen einholen, z. B. durch Blitzumfragen, One-Click-Votings oder kurze Impulsfragen („Puls-Checks“). Gerade solche niedrigschwelligen Formate sind mächtige Verbündete, da sie auf hohe Akzeptanz stoßen.
  3. Wissen spielerisch abfragen, z. B. durch ein kurzes Quiz oder Schätzfragen. So lässt sich schnell herausfinden, ob die neue Firmenstrategie verstanden wurde oder noch viel zu abstrakt für die Belegschaft ist – ohne, dass dabei irgend jemand bloßgestellt wird.
  4. Hashtag-Kampagnen starten, von der viralen Verbreitung profitieren und die damit verbundenen Debatten auswerten. Beispiel: Statt mit erhobenem Zeigefinger die Sicherheitsregeln zu vermitteln (und damit Reaktanz zu erzeugen), können unter dem Schlagwort #KeineStolperfalle Mitarbeiter aufgerufen werden, Ideen für Verbesserungen zu sammeln, Verhaltenstipps zu geben oder mögliche Gefahrenstellen mit Fotos zu dokumentieren.
  5. Informelle Netzwerke aufbauen und die „Achse des Guten“ bilden, es gibt sie in jedem Unternehmen! Zu ihr gehört der Außendienstmitarbeiter, der als erstes auf die schlechte Produktqualität angesprochen wird oder das Messe-Team, das hautnah erlebt hat, welche Kinderkrankheiten die neue Lösung noch hat. Das Social Intranet hilft z. B. über die Profilangaben, solche Menschen zu finden. Zugegeben: Es braucht eine robuste Kultur des Vertrauens und der Wertschätzung, dass solche Kollegen nicht als Nestbeschmutzer gelten und sich trauen, Mängel in virtuellen Diskussionen zu thematisieren.

Mit einem modernen Intranet erhalten die Unternehmenskommunikation und die Geschäftsführung ein starkes Instrument, um herauszufinden, was die Mitarbeiter bewegt und welche Unterstützung sie benötigen, um ihre Aufgaben noch besser zu erledigen. Als Themenradar liefert das Intranet einmal mehr den Beweis, dass es sich längst von einer Kommunikationsplattform zu einem unverzichtbaren strategischen Führungsinstrument weiterentwickelt hat.