Erfahrungsbericht „Praxistage Interne Kommunikation 2.0“

HIRSCHTEC war am 13. und 14. Juni 2013 auf den von der scm organisierten „Praxistagen Interne Kommunikation 2.0.“ in Düsseldorf und konnte an ein paar sehr informativen Workshops teilnehmen. Es folgen kurze Erfahrungsberichte zweier ausgewählter Workshops von HIRSCHTEC-Mitarbeitern:

Workshop „Maßnahmen-Controlling und Kennzahlen für Social Intranet-Projekte“ (Bericht von Robert Männel)

ROI hier, KPI’s da – auch die Interne Kommunikation muss sich des Öfteren mit Fragen zur Erfolgsmessung oder aussagekräftigen Kennzahlen beschäftigen. Mich interessierte schon länger wie andere Experten mit diesem komplexen Thema umgeht und besuchte daher den Workshop „Maßnahmen-Controlling und Kennzahlen für Social Intranet-Projekte“ von der ICOM GmbH.

Im ersten Teil des Workshops referierte Fr. Ariana Fischer über Nutzen und Gründe von Controlling von Social Intranet Anwendungen sowie die Verwendung von Kennzahlen und Messgrößen in der Internen Kommunikation. Im Gedächtnis blieben mir dabei vor allem folgende Aussagen:

  • Controlling soll nicht zur Kontrolle genutzt werden, sondern zur vorwärtsgewandten Steuerung und Optimierung von Prozessen.
  • Kommunikationsziele sind schwerer zu formulieren als Kennzahlen – Zielstellung beim Kommunikationscontrolling sind häufig unkonkret oder falsch definiert.
  • Monetäre Erfolg der Internen Kommunikation ist schwer messbar – andere Abteilungen können ihre Erfolge einfacher darstellen.
  • Mix aus verschiedenen Erhebungsmethoden sinnvoll (Webstatistik, Online-Befragung, Qualitative Auswertung, Workshop/Fokusgruppen, Usability Tests und Checklisten und Prozesserhebungen)

Anschließend folgten Anwendungsbeispiele und ein Praxisteil, in dem wir in Teamarbeit verschiedene Enterprise 2.0 Maßnahmen zum Sammeln von Verbesserungsvorschlägen und die Ableitung von Kennzahlen zu deren Evaluation erarbeiteten. Zum Abschluss ihres gelungenen Workshops erläuterte Frau Fischer Hindernisse sowie Erfolgsfaktoren die bei der Einführung eines Maßnahmen-Controlling-Systems beachtet werden sollten.

Workshop „Von der Informationsvermittlung zur Partizipation – Mitarbeiter erfolgreich einbinden“ (Bericht von Tina Türemis)

„Welche Barrieren sehen Sie in Ihrer Organisation für den Einsatz von Social Media in der Praxis?“
Diese Frage sollten wir im Workshop mit Dr. Georg Kolb in der ersten Gruppenübung  beantworten. Jeder aus der Gruppe musste drei Antworten aufschreiben, sofern eine Verwandtschaft der Beiträge bestand, wurden diese anschließend miteinander verbunden. Im nächsten Schritt wurde priorisiert und jeder vergab fünf Punkte auf maximal drei Antworten verteilt.

Teilen, vernetzen & bewerten. Die Gruppe hat ein soziales Netzwerk gebildet und die drei Kernfaktoren des sozialen Netzwerkens wurden von allen erfolgreich, schnell und unkompliziert angewendet. Da sich die Gruppenteilnehmer zu Beginn nicht untereinander vorstellen durften, waren alle Personen neutral. Die Hierarchie, Position und der Geschäftsbereich waren somit bedeutungslos, die Meinungsführer haben sich erst prozessbezogen herausgebildet.

Im zweiten Teil der Gruppenübung wurde zu Beginn ein Mitglied zum Community Manager ernannt, der die Übung moderierte. „Wie können Sie eine der Barrieren aus der Übung 1 überwinden?“ war die Frage, die von allen wieder durch drei Antworten, dieses mal auf Karten geschrieben, beantwortet werden musste. Jedes Gruppenmitglied sollte seine Antworten vorlesen und an die Pinnwand heften. Hatte eine Person eine ähnliche Antwort, meldet die sich sofort und heftet ihre Antwortkarte direkt darunter. So war die Frage zeitnah beantwortet und die stärksten Argumente eindeutig herausgefiltert.

Um die Übungen herum bekamen wir aktuelle Studien und Praxisbeispiele vorgestellt. Des Weiteren wurden noch folgende Themen diskutiert, die sicher alle einen eigenen Beitrag Wert wären: Wie kann Social Media zur Wertschöpfung beitragen? Wie sieht das Unternehmen der Zukunft aus? Wird sich Hierarchie und Netzwerk als duales Betriebssystem durchsetzen? Welches sind die Erfolgsfaktoren für Mitarbeiterbeteiligungen? Wie kann man neue Kommunikationsformate am besten integrieren?

Insgesamt ein sehr praxisnaher Workshop, der bei so manchen Teilnehmern die Sichtweise auf den Bereich Social Business verändert und Barrieren abgebaut haben könnte.

Fazit

Das Konzept der Veranstaltung „Praxistage Interne Kommunikation 2.0“ war stimmig und die Veranstaltung war zudem sehr gut organisiert. Es wurde eine interessante Mischung aus Theorie- und Praxisbeiträgen angeboten, in denen man auch Insidereinblicke bei namhaften Firmenprojekten bekam. Das Networking unter den Teilnehmern kam während der Workshops und in den gemeinsamen Pausen auch nicht zu kurz. Wir kommen gerne wieder.

2 Kommentare

  1. […] und Kennzahlen für Social Intranet-Projekte“. Robert Männel
    von Hirschtec berichtet hier in seinem Erfahrungsbericht über
    seine Eindrücke beim […]

  2. Avatar
    Ariana Fischer 27. Juni 2013 um 12:43 Uhr - Antworten

    Vielen Dank für das positive Feedback – ich freue mich auf den weiteren Austausch!

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