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Diese Kompetenzen brauchen Führungskräfte heute

von Paulina Bußmann

 

Die heutige, digitale Arbeitswelt ist eine Welt, in der permanent auftretende Veränderungen nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Für Führungskräfte heißt das: Allein mit fachlicher Expertise oder hierarchischer Steuerung lassen sich die gefühlt täglich neuen Anforderungen nicht bewältigen. Vielmehr braucht es heute Fähigkeiten, die Orientierung vermitteln, Zusammenarbeit ermöglichen und fördern und die Teams erfolgreich machen – trotz einer Umwelt, die komplex und häufig unsicher ist. Aber welche Kompetenzen sind dabei entscheidend – und wie können Führungskräfte für sich selbst reflektieren, ob sie diese Fähigkeiten in ihrer Rolle schon genügend einsetzen? Darum geht es in diesem Artikel. . 

 

Digitale Souveränität: sicher mit digitalen Werkzeugen umgehen 

Führungskräfte müssen digitale Tools sinnvoll und souverän einsetzen können. Das heißt nicht, dass sie selbst IT-Profis sein müssen. Aber sie sollten die für ihren Arbeits- und Führungsalltag relevanten Tools verstehen, bedienen können und zielgerichtet nutzen können. Denn, wer unsicher im Umgang mit digitalen Plattformen ist, kann schnell an Glaubwürdigkeit verlieren und kaum als Vorbild für das eigene Team fungieren. 

 

Reflexionsfrage für Führungskräfte: Nutze ich digitale Tools bereits souverän oder fühle ich mich durch sie eher gehetzt und gestresst? 

 

Kommunikations- und Beziehungskompetenz: mit Klarheit und Empathie zum Erfolg 

Eine gute Kommunikation ist für das Führen von hybriden und virtuellen Teams erfolgsentscheidend. Für Führungskräfte bedeutet das, dass sie klare, eindeutige Botschaften senden sollten, ein transparentes Erwartungsmanagement betreiben und gleichzeitig immer empathisch bleiben sollten. Denn digitale Kommunikation bedeutet vor allem, echte Nähe herzustellen und die Stimmungen im Team wahrzunehmen, selbst dann, wenn physische Nähe nicht gegeben ist.  

 

Reflexionsfrage für Führungskräfte: Schaffe ich es auch auf Distanz, mein Team emotional mitzunehmen?

 

Adaptionsfähigkeit und Agilität: offen für Veränderungen sein 

Zu den Kernkompetenzen einer modernen Führung gehört die Fähigkeit, flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Damit befinden sich Managerinnen und Manager aber auch in einem ständigen Balance-Akt: Sie müssen Stabilität bieten, ohne in starren Strukturen zu verharren, und gleichzeitig offen für Innovationen und neue Arbeitsweisen sein. 

 

Reflexionsfrage für Führungskräfte: Gelingt es mir, meine Arbeitsweise flexibel an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen – oder halte ich zu lange an Routinen fest? 

 

Empowerment: Verantwortung abgeben und Freiräume schaffen  

Digitale Tools machen Arbeit sichtbar. Damit bergen sie jedoch auch das Risiko, in übermäßige Kontrolle abzurutschen. Führungskräfte sind aber genau dann erfolgreich, wenn sie die durch den Einsatz digitaler Tools entstehende Transparenz nicht für Mikromanagement nutzen, sondern ihren Teams gezielt mehr Eigenverantwortung geben. So liefern sie den passenden Rahmen dafür, dass Mitarbeitende sich weiterentwickeln können, Freiräume bei der Erledigung ihrer Aufgaben haben und aktiv Verantwortung übernehmen. 

 

Reflexionsfrage für Führungskräfte: Vertraue ich meinem Team oder kontrolliere ich zu detailliert? 

 

Coaching und EntwicklungMitarbeitende kontinuierlich fördern 

Führungskraft zu sein heißt auch, Mitarbeitende in ihrem Entwicklungsprozess zu begleiten und sie in ihren ganz individuellen Stärken und Fähigkeiten zu fördern. Damit agieren Führungskräfte als Coaches und sollten für ein Arbeitsumfeld sorgen, in dem psychologische Sicherheit herrscht, Fehler als Chancen zum Lernen gesehen werden und vor allem: in dem Mitarbeitende ohne Angst Ideen und Erfahrungen teilen können. Denn erst dann können sie auch ihr ganzes Potenzial entwickeln. 

 

Reflexionsfrage für Führungskräfte: Fördere ich bewusst und aktiv, dass meine Mitarbeitenden sich weiterentwickeln können? 

 

Kollaboration und kulturelle Sensibilität: auf inklusive Führung setzen 

In unserer globalisierten Welt sind Teams vielfältiger geworden und arbeiten nicht nur an verschiedenen Standorten, sondern häufig sogar über Ländergrenzen hinweg. Führungskräfte stellt dies vor die Herausforderung, dass sie (kulturelle) Unterschiede erkennen, berücksichtigen und wertschätzen sollten, um eine von Vertrauen, Kreativität und Innovation geprägte Zusammenarbeit zu fördern. 

 

Reflexionsfrage: Nutze ich die Chancen, die die Vielfalt in meinem Team bringt oder kommt es bei mir unbewusst zu blinden Flecken? 

 

Fazit 

Wer im digitalen Zeitalter führt, gestaltet auch aktiv den Wandel. Damit das gelingt, braucht es digitale Souveränität, Kommunikationsstärke, Adaptionsfähigkeit, Empowerment, Coaching-Kompetenzen und auch kulturelle Sensibilität. Dabei geht es für Führungskräfte nicht darum, all diese Fähigkeiten von Anfang an perfekt zu beherrschen, sondern vielmehr darum, dass sie sich selbst und ihr Handeln regelmäßig reflektieren und sich kontinuierlich weiterentwickeln. 

 

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