Wie entlastet ein modernes Intranet die Arbeit des CEOs?

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Wie entlastet ein modernes Intranet die Arbeit des CEOs?

CEOs begegnen modernen Arbeits- und Kooperationsplattformen häufig mit Skepsis, da sie sich nicht vorstellen können, wie so ein Werkzeug, die eigene und die Arbeit der Mitarbeiter erleichtert. Stattdessen stehen die Nachteile im Fokus. Blogs im Intranet werden beispielsweise lediglich als neuer Kommunikationskanal verbucht. Dieser muss bespielt werden, wozu CEOs keine Zeit haben. Außerdem ist die Angst vor Shitstorms, Informationsüberflutung und sinnlosem Geplauder stark ausgeprägt. Vorteile werden dagegen nicht gesehen. Wie sähen diese aus?

Die mangelnde Entscheidungsgrundlage eines CEOs

Die konkreten Vorteile eines modernen Intranets in der alltäglichen Arbeit eines CEOs sehen wir erst klarer, wenn wir darauf schauen, wie Vorsitzende Entscheidungen treffen. Ab einer Unternehmensgröße von ca. 500 Mitarbeitern wird die Informationsbasis für Entscheidungen immer fragiler, da ein CEO nicht mehr alle Kleinigkeiten kennen kann. Seine Informationen erhält er primär von:

  1. seinem Stab
  2. Meetings in denen er sitzt
  3. aus Berichten bzw. Reports, die von unten nach oben durchgereicht und mit jeder Hierarchiestufe immer allgemeiner und positiver werden
  4. Gesprächen mit Arbeitern (z.B. während einer Weihnachtsfeier oder Fabrikrundgangs)

Informationsfluss zum CEO

Alle Informationsquellen haben den Nachteil, dass primär nur Informationen an den CEO geleitet werden, die den Zubringern genehm sind. Dadurch kommt es oft vor, dass wichtige Informationen vorenthalten oder erst verspätet weitergeleitet werden. Die Entscheidungen basieren deshalb auf einer schlechten oder sehr selektiv ausgewählten Informationsgrundlage. Viele Ideen oder Probleme erreichen Entscheider beispielsweise überhaupt nicht.

Wie kann ein Intranet die Entscheidungsgrundlage des CEOs verbessern?

In modernen Arbeits- und Kooperationsplattformen gibt es viele ungefilterte Informationen, wodurch sich die Informationsgrundlage theoretisch verbessert. Die Masse von Informationen kann ein CEO jedoch nicht verarbeiten. Die hohe Kunst ist es deshalb, die verschiedenen Filter moderner Intranets richtig anzuwenden, um die wichtigen Informationen zu erhalten. Möglichkeiten der Filterung sind:

  1. Für den CEO wird ein Kanal (Chat, Blog oder Wiki) eingerichtet, über den alle Mitarbeiter explizit dem CEO Fragen oder Anmerkungen schicken können. Die Bundeskanzlerin hat beispielsweise so einen Kanal.
  2. Die Fragen und Anmerkungen sollten einer Abstimmung unterliegen, um die Relevanz zu verdeutlichen. Dies geht einfach per Like-Button, den die Mitarbeiter von Facebook gewöhnt sind. Je mehr Likes eine Anmerkung erhält, desto stärker sollte ein CEO diese beachten.
  3. Moderne Intranets ermöglichen es einem CEO, Themen zu setzen. Er kann ein offenes Ohr den Produktionsmitarbeitern einer Produktionslinie schenken, indem er beispielsweise per Video die Mitarbeiter auffordert, ihm die bisher gesammelten Erfahrungen zu schicken. So wird schnell sichtbar, was funktioniert und wo nachgesteuert werden muss.
  4. Große und langwierige Mitarbeiterumfragen können durch die Auswertung der Intranetkommunikation und dem Nutzen von digitalen Umfrageanwendungen ersetzt oder deutlich verkürzt werden.

Die Art und Weise der Nutzung entscheidet über die Entlastung des CEOs

Die vier Punkte verdeutlichen, moderne Arbeits- und Kooperationsplattformen sind auch für CEOs ein Schatz, den es zu heben gilt. CEOs können ihre Entscheidungsgrundlage verbessern, indem sie ihre Informationsquellen ausweiten und mit Relevanz aufwerten. Moderne Intranets eröffnen CEOs diese neuen Informationsmöglichkeiten, die bei sinnvoller Nutzung Entscheidungen deutlich erleichtern. Wie so oft bestimmt dabei die Art und Weise der Nutzung der neuen Intranets, ob Enterprise 2.0 für einen CEO die versprochenen Vorteile mit sich bringen.

By |2019-02-07T08:24:59+00:00Mai 28th, 2014|Categories: Blog, Case Studies, Wissen|Tags: , , , , |1 Comment

About the Author:

René Sternberg, M.A. hat über den Einfluss von Enterprise 2.0/ Social Business auf die interne Kommunikation von Mitarbeitern promoviert. Dieser Fokus steht weiterhin im Fokus seiner Arbeit bei HIRSCHTEC. Bereits während seines Studiums der Soziologie, Politikwissenschaften, Berufs- und Betriebspädagogik sammelte er Erfahrungen im Ausland, darunter Studienaufenthalte in Polen und Wales. Seine Kompetenzen im Projektmanagement sind dabei kontinuierlich mit der Anzahl an Entwicklungsprojekten, die er seit 2008 im indonesischen, zentralasiatischen und europäischen Raum betreute, beständig gewachsen.

One Comment

  1. Caveh Zonooz 21. Juni 2014 at 08:23 - Reply

    Lieber Rene,
    gelungener Beitrag und tolle Erklärung von direktzu® 🙂 falls einer nachfragt, kannst du die gerne an uns weiterleiten, wir machen die Technologie und ihr die Beratung.
    Viel Erfolg und bis bald,
    Caveh

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