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Der Umgang mit der menschlichen Unvollkommenheit im digitalen Zeitalter

Wer kennt das nicht? Wir wollen eine Nachricht verschicken, tippen rasch den Text, wollen noch einmal drüberlesen, doch unsere Finger sind schneller als unsere Augen und die Nachricht inklusive Tippfehlern ist raus. Mit Microsoft Teams ist es kein Problem, unsere bereits versendete Nachricht nachträglich anzupassen. Aber was ist, wenn uns Fehler unterlaufen, die wir später nicht mehr korrigieren können? 

Zunächst einmal: Fehler passieren und diejenigen, die einen machen, ärgern sich ganz sicher am meisten darüber. Es ist uns unangenehm und kann eine Reihe von negativen Emotionen wie Schuld, Scham oder Unzulänglichkeit auslösen – Gefühle, die nachhaltig an unserem Selbstwert nagen. Bevor man MitarbeiterInnen, KollegInnen oder auch Vorgesetzte für ihre Fehler kritisiert, sollte einem deshalb bewusst sein, dass sich engagierte MitarbeiterInnen, die um ihren Fehler wissen, bereits schlecht genug fühlen. Da noch Öl ins Feuer zu gießen, ist wenig zielführend. 

Wie können wir also andere so auf ihre Fehler aufmerksam machen, dass diese sogar gestärkt aus dem Gespräch hervorgehen?  

Der Umgang mit Kritik hängt eng mit Fehlern zusammen. Dass man kritisieren darf, ist keine Frage. Viel wichtiger ist, wie wir besser mit Kritik umgehen und aus Fehlern im besten Fall sogar noch gestärkt hervorgehen. Das hängt maßgeblich damit zusammen, wie wir auf Fehler aufmerksam gemacht werden. Denn andere wertschätzend auf Fehler hinzuweisen ist genauso schwer, wie sich eigene Fehler einzugestehen. Kritik so zu kommunizieren, dass sie nicht demotivierend, sondern als hilfreich und konstruktiv wahrgenommen wird, ist immer eine Gratwanderung zwischen sachlicher und persönlicher Ebene und hängt auch von der Person ab, die kritisiert. Ist es der Chef, der einen kritisiert, eine Kollegin, ein Kunde oder eine Freundin? Auch externe Gegebenheiten und Situationen fließen hier mit ein. Hatte man ohnehin einen schlechten Tag und anstrengende Gespräche, ist man gereizter als sonst und reagiert emotionaler? Hinzu kommt, dass es einen Unterschied macht, ob die Kritik face to face erfolgt oder schriftlich geäußert wird, also die Wahrnehmung der Reaktion des Gegenübers nur eingeschränkt möglich ist.   

Auch wenn Microsoft Teams Ihnen mit all seinen Funktionen viele Möglichkeiten der Kommunikation bietet, sollten Sie sensible Themen lieber live von Angesicht zu Angesicht besprechen.  

In Unternehmen, die bereits ein hybrides Arbeitsmodell mit einem Mix aus Büro- und Mobile-Office-Tagen etabliert haben, empfiehlt es sich, kritische Themen – die sich nicht in einem kurzen Video-Call lösen lassen – dann anzusprechen, wenn die MitarbeiterInnen im Büro anwesend und persönliche Gespräche möglich sind. Aber auch hier macht es einen Unterschied, ob die Kritik im Beisein anderer erfolgt und der Verursacher dabei womöglich bloßgestellt wird. Es kommt also nie nur darauf an, was man sagt, sondern auch darauf, wer es sagt, wie man es sagt, in welcher Situation man es sagt und vor allem, wie es verstanden und wahrgenommen wird.  

Kritik so zu formulieren, dass die oder der Kritisierte im Idealfall gestärkt aus dem Gespräch hervorgeht oder eine wertschätzende Diskussion entsteht, hängt also von vielen Faktoren ab.  

Fehler und Rückschläge gehören zum Lernen dazu. Wichtig ist, welche Haltung man dazu einnimmt. Man kann sich darüber ärgern, das Thema aufbauschen oder sich in sein sicheres Zuhause zurückziehen und darauf hoffen, dass keine Fehler mehr passieren. Man kann seine Ressourcen aber auch sinnvoll einsetzen und nach Lösungen suchen, wie man Fehler zukünftig vermeiden bzw. sie reduzieren kann. Und nicht selten kommt es vor, dass aus Fehlern auch etwas Positives entsteht. Dies erfordert allerdings, dass man konstruktiv mit ihnen umgeht, sie reflektiert und die Angst vor dem Scheitern in eine Kultur des Lernens umwandelt.  

Wie Microsoft Teams Sie bei der Etablierung einer Lernkultur unterstützen kann  

Dabei kann neben persönlichen Formaten live vor Ort im Büro, auch Microsoft Teams bei der Etablierung einer Lernkultur eine hilfreiche Stütze sein. Nutzen Sie daher zunächst einmal die Möglichkeiten, die Microsoft Teams Ihnen bietet, um für eine positive Grundstimmung zu sorgen. Das heißt z. B.: Bevor Sie Kritik üben, loben Sie andere doch einfach mal, wenn sie etwas besonders gut gemacht haben. Das können erbrachte Überstunden sein, um eine Deadline einzuhalten, eine glanzvolle Präsentation, die man erfolgreich vor Publikum gehalten hat, oder einfach nur das Engagement, sich für etwas stark gemacht zu haben, selbst wenn es am Ende des Tages keine Früchte tragen sollte.  

Mit der Lob-Funktion in Microsoft Teams können Sie einfach und unkompliziert andere für ihre tollen Leistungen loben und so in Echtzeit für mehr Motivation und Anerkennung bei den MitarbeiterInnen sorgen, auch wenn diese kilometerweit entfernt von zu Hause aus arbeiten. Geben Sie Ihren Texten ein Gesicht und verpassen Sie ihnen ein Smiley. Damit können Sie das Risiko reduzieren, dass Ihre Texte negativ interpretiert werden. Es sind u. a. diese Kleinigkeiten, die am Ende darüber entscheiden, wie Ihre Kritik, die Sie dann auch äußern sollten, von anderen wahrgenommen wird. Sollten Sie Microsoft Teams erst neu im Einsatz haben, können diese Aktionen sogar zu einer allgemeinen Verbesserung der Akzeptanz des digitalen Arbeitsplatzes führen.   

Teamgeist, Anerkennung und der konstruktive Umgang mit Fehlern sind im digitalen Zeitalter weiterhin wichtige Instrumente, um MitarbeiterInnen zu begeistern und an das Unternehmen zu binden – auch wenn diese in verteilten Umgebungen arbeiten. Und wenn Fehler passieren, dann ist das zwar ärgerlich, aber menschlich. Wird die Kommunikation darüber vermieden, schließen Sie auch einen Teil des Menschen aus, der diesen Fehler gemacht hat, denn Fehler gehören zum Menschsein dazu. Ein offener und toleranter Umgang mit Fehlern innerhalb der Organisation unterstützt MitarbeiterInnen, mit Fehlern besser umzugehen, wodurch sie deutlich produktiver, kreativer und auch mutiger und offener für Neues sind. 

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