Jedes Intranet- bzw. „Digital Workplace“-Projekt bedeutet, etwas Gemeinsames zu schaffen: Kunde und Dienstleister müssen daher eng zusammenarbeiten.

Nur zusammen kann es klappen. Dabei ist unsere HIRSCHTEC-Methode wie eine Blaupause für das Projekt- vergleichbar mit einem Schnittmuster für einen Anzug oder ein Kleid, in der sich die Kommunikation des Kunden entfalten kann.

In der Praxis heißt das: Wir Projektleiterinnen und Projektleiter auf beiden Seiten – Kunde und Dienstleister – füllen dabei einen Vertrag mit Leben. Um bei dem Vergleich mit dem Kleidungsstück zu bleiben: Im Vorfeld wurde bereits beschlossen, dass der Kunde einen Anzug zu einem definierten Preis bei uns kauft. Jetzt wird anprobiert. Dabei ist der Kunde auf unsere Erfahrung angewiesen und wir müssen verstehen lernen, was unser Gegenüber als gut und passend empfindet. Deshalb sollte er sich in Ruhe Zeit nehmen, uns seine Erwartungen zu vermitteln.

Was die Entwicklung unserer HIRSCHTEC-Methodik betrifft: In sie sind Erfahrungen und Expertise aus zahlreichen Projekten eingeflossen. Das hilft uns, Unwägbarkeiten vorauszusehen. Dennoch muss sich jedes Arbeitspaket unter den ganz besonderen Umständen der aktuellen technischen Entwicklungen und im Dialog mit den ganz besonderen Bedürfnissen und Verhältnissen des Kunden immer wieder neu bewähren. Denn jede Firma hat ihre einzigartige Kultur, die es zu verstehen gilt, und die Projektbeteiligten sind stets Individuen.

Uns HIRSCHTEC-Projektleiterinnen und -Projektleitern obliegt als Dienstleister dabei eine besondere Verantwortung, ein gemeinsames Verständnis des Projekts und den Arbeitspaketen herzustellen. Das erreichen wir durch proaktive Kommunikation, die nachhaltig nur auf Augenhöhe funktioniert. Bestandteil dieser Kommunikation sollte immer das aktive Zuhören sein, welches auch die nonverbalen Botschaften mit einbezieht. Grundlage dafür ist die Akzeptanz des Gegenübers, die eigene Authentizität und die Bereitschaft zur Empathie.

Kommunikation auf Augenhöhe bedeutet aber auch dem Gegenüber in die Augen zu sehen und nicht die Augen davor zu verschließen, was man dort sehen kann. Um das Gegenüber wirklich zu verstehen, ist es daher wichtig Emotionen ernst zu nehmen, sich Gedanken dazu zu machen, welche kulturellen Faktoren diese ausgelöst haben könnten und entsprechend abzuleiten, welche Folgen sich daraus für die aktuelle Situation bzw. den weiteren Projektverlauf ergeben könnten.

Ein paar Tipps zum besseren Verstehen nach Carl R. Rogers*:

  • Lasse dich auf dein Gegenüber ein, konzentriere dich und drücke das auch durch deine Körperhaltung aus
  • Gehe mit deiner Meinung zurückhaltend um
  • Frage nach, wenn etwas unklar ist
  • Zuhören heißt nicht gutheißen
  • Halte Pausen aus, sie können ein Zeichen für Unklarheiten sein
  • Achte auf die eigenen Gefühle
  • Versuche, die Gefühle des Gegenübers zu erkennen und anzusprechen
  • Äußere dich kurz und bestätigend, wenn du etwas verstanden hast
  • Sei geduldig und lass dein Gegenüber immer aussprechen
  • Halte Blickkontakt
  • Lass dich nicht durch Kritik aus der Ruhe bringen – versuche zu verstehen
  • Bleibe authentisch

* Carl R. Rogers: Die nicht-direktive Beratung. Counseling and Psychotherapy. Fischer, Frankfurt am Main 1985

Fazit: Das aktive Zuhören ist ein Bestandteil unsere Projektkultur. Wird es richtig gemacht und achtet man darauf, sich nicht in permanenten „Feedback-Schleifen“ zu verlieren, so kann genau diese Kommunikation auf Augenhöhe dafür sorgen, dass Kunde und Dienstleister stets an einem Strang ziehen und damit Projekte deutlich schneller umsetzen und zum Erfolg führen.