Social Collaboration ist Unsinn? Wetten nicht! [Infografik]

//Social Collaboration ist Unsinn? Wetten nicht! [Infografik]

Social Collaboration ist Unsinn? Wetten nicht! [Infografik]

Die neuen Methoden der internen Unternehmenskommunikation, wie zum Beispiel Blogs, werden von vielen Unternehmen noch als nicht relevant abgetan. In vielen Situationen ist die E-Mail nicht mehr das beste Tool um Informationen transparent untereinander auszutauschen und diese nachhaltig festzuhalten. Das Wissen dieser E-Mails liegt in diesem Fall bei jedem von uns auf dem Rechner, ist für niemanden zugänglich und verschwindet bei Austritt aus dem Unternehmen gemeinsam mit dem Mitarbeiter durch die Tür.

Um dies gleich vorweg zu nehmen. Ich rede hier von der internen Kommunikation innerhalb eines Unternehmens. Nicht von der externen Kommunikation über die Grenzen des Unternehmens hinweg. Es soll auch kein Plädoyer werden, in dem ich dazu auffordere die E-Mail abzuschaffen. Vieles geht nur per E-Mail und das wird, in der externen Kommunikation mit Partnern oder Kunden, auch zukünftig so sein. Sei es auch technischen, rechtlichen oder irgendwelchen anderen Gründen. Intern aber ist die E-Mail nicht mehr das geeignetste Medium um miteinander zu kommunizieren. Es muss eine Medienkompetenz entwickelt werden, situationsabhängig den richtigen Kanal zu verwenden.

Weniger E-Mails durch interne Netzwerke

Diese Aussage hört sich immer toll an, wird aber noch immer bezweifelt und muss immer mit Fakten untermauert werden. Es ist eines der meist genannten Argumente, wenn es um die Vorteile der internen Kommunikation via sozialer Netzwerke geht. Die Reduzierung der Flut an E-Mails.

In unserem Blogbeitrag Weniger Mails dank Social Networks – Vision trifft auf Realität haben wir die Vorteile von Social Collaboration bereits thematisiert. Man muss die Vorteile, einer in der Tat anders ablaufenden Kommunikation, verstehen und sehen (wollen). Denn? Sowohl die Entscheidung ein Social Business Projekt zu starten, als auch das spätere Engagement der Geschäftsleitung und der Mitarbeiter, wird durch diese klare Fakten beeinflusst. Es wird nur dann genutzt und akzeptiert werden, wenn alle Beteiligten von den Vorzügen eines internen Netzwerkes überzeugt sind und es in der täglichen Arbeit klare Vorteile bringt.

Die folgende Infografik, welche wir mit freundlicher Genehmigung von Harald Schirmer nutzen dürfen (Vielen Dank dafür!), veranschaulicht sehr deutlich die unterschiedlichen Wege der internen Kommunikation. Neben den unterschiedlichen Wegen, liefert die Infografik aber auch „harte Zahlen“. Während die E-Mail alle Inboxen zum Überlaufen bringt (53 Mails), kommen Sie mit einem Blogbeitrag schneller zum Ziel (11 Notifications).

Wie würden Sie also nach der Ansicht der Infografik entscheiden?

Ist Social Collaboration noch immer Unsinn?

Infografik Social Collaboration

By |2019-02-07T08:25:00+00:00Januar 23rd, 2014|Categories: Blog|9 Comments

About the Author:

Andreas Schulze-Kopp arbeitet als Social Intranet Berater bei der inhabergeführten Agentur HIRSCHTEC mit Hauptsitz in Hamburg.

9 Comments

  1. Carsten Rossi 23. Januar 2014 at 11:20 - Reply

    Hallo Andreas,

    wie du weißt, bin ich eher E 2.0 Evangelist als Verächter, habe aber trotzdem ein paar Anmerkungen:

    1) Wie die meisten Rechnungen in diesem Umfeld hat Sie hier und da ein wenig Milchmädchen-Charakter – nicht im Sinne von unseriös, aber sie geht von vorneherein von der schlechtest möglichen Variante des Mitarbeiterverhaltens aus. Es kann doch z.B. durchaus sein, dass die erste Rückfrage nur an den originären Absender und nicht auf dem ganzen Verteiler gestellt wird. das reduziert die Zahl der Emails schon mal maßgeblich.
    2) Eine sehr individuelle und spezifische Frage auf dem Blog zu beantworten – wo sie doch u.U. auch die Zeit der anderen verschwendet – ist auch nicht immer zielführend. Eine idividuelle Email kann da besser sein.
    3) Generell stellt sich die Frage, ob das Lesen eine Blogbeitrags- oder Kommentars wirklich Aufwand spart. Liest sich auch nicht schneller als eine Email.
    3) Wie wir vor kurzem im Marketing lernen durften bedeutet Push (Email) immer auch Aufmerksamkeit. Die geht in Blogs ohne Notification-Mechanismen gerne mal verloren.
    4) Ich kenne eine Menge Outlook-Experten, die hervorragend mit Filtern arbeiten und die Flut gut bewältigt bekommen. Die gleiche Kernkompetenz brauche ich auch für den effizienten Einsatz von Social Software, sonst gehe ich da auch schnell unter.

    Generell halte ich den Email-Vergleich für wenig hilfreich. Nicht die Anzahl der Signals ist entscheidend sondern die Anzahl der Botschaften – Signals kann ich wegfiltern oder ignorieren, im Medium Email wie im Medium Social Software.

    Da gibt es – aber das muss ich Dir nicht sagen – wesentlich stärkere Argumente für den Einsatz von E20 Tools.

    • Andreas Schulze-Kopp 23. Januar 2014 at 11:46 - Reply

      Hallo Carsten,
      danke für Dein Feedback!

      Es ist natürlich korrekt, dass der E-Mail / Blog Vergleich im Kontext zur Nutzung von E20 Methoden nicht das einzige Argument und Anwendungsmöglichkeit darstellt. Da sind wir uns in der Tat einig. Was aus dem ganzen E20 Baukasten dann für ein Unternehmen in Frage kommt, kann auch andere Dinge außer der E-Mail Reduzierung im Fokus haben. Was ich aber immer wieder höre ist, dass Unternehmen am Thema E-Mail das Thema Social Collaboration beim Schopfe packen wollen und sie hier am schnellsten einen Effekt ihrer Bemühungen feststellen. Wie gesagt, könnte man durch eine andere Art der Nutzung (Medienkompetenz) auch der E-Mail das Problem der Flut an Mails vermeiden. Trotzdem liefert die Grafik auch ein paar Zahlen, sodass die Dinge vorstellbarer und greifbarer werden.

      Was die Kommunikation in Projektteams und den damit verbundenen Projekt Blogs angeht, bin ich schon der Meinung das dort die Kommunikation via Mail oftmals ausgedient hat. Wie Du schon sagst, ist dies immer sehr individuell zu betrachten. Jedes Unternehmen sollte dies sehr genau und individuell für sich analysieren und dann entscheiden.

      LG, Andreas

  2. Carsten Rossi 23. Januar 2014 at 11:51 - Reply

    Für die gute Sache bin ich dabei 😉
    Ist in der tat eine Frage die oft kommt. Man muss nur aufpassen, dass einen Rückfragen nicht aushebeln. Ich habe dann noch als Standardargument: In den Inboxen verschwindet es, auf dem Blog bleibt’s verfügbar!

    VG
    Carsten

    • Andreas Schulze-Kopp 23. Januar 2014 at 11:57 - Reply

      Das stimmt wohl, aber Dein Standardargument finde ich super.

  3. Alexander Stoll 23. Januar 2014 at 15:25 - Reply

    Der Vergleich Mail / Blog ist tatsächlich nur illustrativ und vor dem Hintergrund des täglichen Mail-Wahnsinns hilfreich. Was mich stört ist der entweder/oder-Gedanke, der so entsteht.

    In den obenstehenden Kommentaren findet sich hier und da das Wort Medienkompetenz. Hier liegt der Knackpunkt. Denn alle Medien – angefangen beim Buch – haben spezifische Eigenschaften und bringen damit einen spezifischen Eignungscharakter für bestimmte Formen der Kommunikation mit. Ein Blog eignet sich bspw. nicht für Kommunikationen, die one-to-one / privat / geheim ablaufen sollen. Und seien wir ehrlich: Transparenz ist toll – aber es muss nicht jeder alles wissen – das ist oft gar nicht hilfreich – nachher landet man beim gleichen Information Overflow wie bei der Mail.
    Es geht also darum, bei Personen 1. ein Bewusstsein für eine situationsadäquate Medienwahl zu wecken und 2. den richtigen / sinnvollen Umgang mit den jeweiligen Medien aufzuzeigen.
    Erst in der Verknüpfung von verschiedenen Diensten lässt sich der optimale Nutzen aus Medien ziehen.

  4. […] Die neuen Methoden der internen Unternehmenskommunikation, wie zum Beispiel Blogs, werden von vielen Unternehmen noch als nicht relevant abgetan. In vielen Situationen ist die E-Mail nicht mehr das beste Tool um Informationen transparent untereinander auszutauschen und diese nachhaltig festzuhalten. Das Wissen dieser E-Mails liegt in diesem Fall bei jedem von uns auf dem Rechner, ist für niemanden zugänglich und verschwindet bei Austritt aus dem Unternehmen gemeinsam mit dem Mitarbeiter durch die Tür.  […]

  5. Harald Schirmer 12. Juni 2014 at 23:59 - Reply

    vielen Dank für die Hinweise – und ich kann denen nur zustimmen. Besonders das Entweder/Oder ist sicher zu plakativ – eMail hat seine Berechtigung – aber für exzessive CC oder BCC Nutzer sollte die Grafik doch recht aufschlussreich sein.
    Wir haben hierzulande gerne die Tendenz jede Darstellung, neue Idee oder auch nur ein Versuch wie hier, Dinge verständlicher zu machen – mit „Das ist aber nicht immer und überall gültig“ oder „wenn jetzt alle…“ – ich denke wir sollten versuchen von dem Anspruch weg zu kommen, mit Neuerungen ALLE Probleme lösen zu können. Das ist gar nicht notwendig – und sogar kritisch weil dann schnell monopolistisch.
    Wir leben in einer diversen, agilen Welt – wenn die Grafik einigen hilft, eine Form des eMail Pingpongs zu erkennen – dann ist sie für mich schon ein Erfolg…

  6. Sebastian Schäferq 25. März 2015 at 10:01 - Reply

    Siehe hierzu auch den Youtube-Klassiker „Email Trees“: https://www.youtube.com/watch?v=QIqA_YKeboc

    • Andreas Schulze-Kopp 25. März 2015 at 16:57 - Reply

      Ja, danke für den Hinweis. Das Video ist immer wieder gut in Situationen wo es wirklich darum geht, den heutigen Ablauf mal zu visualisieren.

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