Wieso User Experience / HIRSCHTEC

User Experience beschreibt das Nutzungserlebnis eines Produktes und setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Dabei spielt Usability eine wichtige Rolle.

Die Ästhetik des Designs, aber auch Gedanken und Empfindungen, die durch den Umgang mit dem Produkt ausgelöst werden, sind nicht irrelevant. Quintessenz dessen ist, dass User Experience ein extrem individuelles und dynamisches Thema ist, was in vielen verschiedenen Facetten durchdacht werden sollte. Klingt erst einmal ziemlich theoretisch, ist aber in unserer digitalen Welt, die sehr stark nutzerfokussiert ausgerichtet ist, nicht mehr wegzudenken.

Dabei existiert User Experience nicht erst seit wir digitale Anwendungen nutzen, sondern schon seitdem Menschen die ersten Produkte aus der Natur in die Hand genommen haben. Die UX-Designerin Megan Wilson hat hier einmal die Banane als Analogie gewählt und die wirklich greifbaren Parallelen zwischen Bananen und User Experience erkannt und umfassend beschrieben.

Eine Banane ist nicht nur für viele Menschen schmackhaft und gesund, sie hat außerdem ein unverkennbares Verpackungsdesign. Dieses gibt ihr den praktischen Vorteil absolut grenzenloser Transportfähigkeit und intuitiver Handhabung. Dazu kommt ein einfacher Verzehr und sie ist beinahe überall verfügbar. All diese Aspekte zusammen genommen ergeben eine ziemlich einwandfreie, individuelle User Experience.

Aber nicht jedes Produkt erfüllt die anspruchsvollen Kriterien einer echten User Experience so gut wie die Banane. Nehmen wir zum Beispiel die Avocado: Spätestens seit die MedizinerInnen vor der gefährlichen „Avocado-Hand“ warnen, wissen wir, dass die Nutzererfahrung bei dem Versuch eine Avocado zu verzehren, nicht so gut ausfällt.

Übertragen wir das auf unsere heutige digitale Welt, so zeigt sich: Wir nutzen ständig Apps, digitale Lösungen und Produkte, die uns das Leben einfacher und leichter machen sollen. Banking Apps sind ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig eine gute User Experience ist. Hier ist es von entscheidender Bedeutung, das Nutzerverhalten zu identifizieren, um Benutzerfrustrationen zu vermeiden und damit Vertrauen zu schaffen und die Kundenloyalität zu erhöhen.

Auch im Arbeitsalltag nutzen wir immer stärker digitale Anwendungen wie z. B. ein modernes Intranet bzw. den Digital Workplace, um mit KollegInnen zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten. Gerade im beruflichen Kontext ist es daher wichtig, dass wir jede Nutzerin und jeden Nutzer verstehen und die Bedürfnisse kennen damit sie bzw. er sein digitales Werkzeug auch effektiv und effizient nutzen kann. Kommt dann zusätzlich Freude und Zufriedenheit bei der Nutzung dieser digitalen Tools auf, ist es uns gelungen, den Mitarbeitenden in den Fokus zu stellen und einen erfolgreichen, aktiv genutzten Digital Workplace zu schaffen.

Ob nun an der Ladentheke, im echten Leben oder in der digitalen Welt: Die Evaluierung all dieser Nutzererfahrungen ist ein elementar wichtiger Teil der User Experience und eine gute Nutzererfahrung bestimmt auf allen Ebenen mit, wie ausführlich, erfolgreich und oft wir uns mit einem Produkt oder einer digitalen Anwendung beschäftigen.

Dabei befindet sich die User Experience im steten Wandel. Nutzeranforderungen und ganzheitliche Nutzererlebnisse entwickeln sich rasant weiter – und genau das macht es auch so spannend. Das gilt sowohl für digitale Anwendungen unseres täglichen Gebrauchs, unseren Modern Workplace im Arbeitsalltag sowie nahezu für jeden Kontakt, den wir mit einem Produkt erleben. Basierend auf unserem heutigen Wissen und dem wissenschaftlichen Ansatz im User Experience Design, sollten wir diese Kenntnisse nutzen, um mit guten UX-Konzepten die Nutzererfahrung – gerade auch mit Blick auf den digitalen Arbeitsplatz – zu verbessern und ein Plattform bereitzustellen, die die Mitarbeitenden nicht nur kennen und nutzen können, sondern auch gern nutzen wollen.