Jenseits des Speiseplans: Employee Engagement am digitalen Arbeitsplatz

 

Bindung, Commitment, Teilhabe: Nicht zuletzt durch hybride Arbeitsmodelle und verteilte Zusammenarbeit gewinnen diese Themen immer mehr an Bedeutung für Kommunikationsverantwortliche und Personalentwicklerinnen und -entwickler. Wie erreichen wir die Menschen?

Wie zahlen wir auf ihre Informationsbedarfe ein? Was brauchen sie, damit sie ihre täglichen Aufgaben möglichst gut erledigen können? Auf welche Weise man sich solcherlei Fragen auch nähert: Nur mit einer leistungsstarken digitalen Arbeitsumgebung sind hierbei mit und für die Mitarbeitenden Erfolge zu erzielen. Wie genau das im Alltag gelingen kann, zeigen diese Beispiele:

INFORMIEREN:

  • Policies & Richtlinien übersichtlich gestalten. Tschüss, PDF-Handbuch. Willkommen Wikis, Guides oder dynamische Inhaltsseiten. Content kann hier wesentlich nutzerfreundlicher ausgespielt werden. Metadaten und Verschlagwortung tun ihr Übriges, für schnelle Erfolgserlebnisse sowie beim (Wieder-)Finden und Markieren.
  • Digitaler Unternehmens- und Eventkalender inkl. Buchungsoptionen. Ob unternehmensweit oder spezifisch für einzelne Länder oder Geschäftsbereiche: Ein Unternehmenskalender sorgt für Transparenz und Überblick, statt den Outlook-Kalender mit Blockern zu spammen.
  • Digitale Dienste (Urlaubsantrag, Schichtpläne, Raumbuchung etc.). Ob unmittelbar als digitaler Service z. B. ins Social Intranet integriert oder aber eingebunden (idealerweise via Single Sign-on): Wer Instrumente rund um An- und Abwesenheiten oder auch Check-in- und Buchungstools digital anbietet, punktet bei seiner Belegschaft und spart ihnen Zeit und Nerven.

INTERAGIEREN:

  • Kollegensuche und Nutzerprofile. Klar, den Namen, die Funktion und die wichtigsten Kontaktdaten seiner Kolleginnen und Kollegen zu kennen, ist schon prima. Dank gepflegter Nutzerprofile und den Such- und Filtermöglichkeiten auf modernen Plattformen am Digitalen Arbeitsplatz können aber auch Projekterfahrungen, Expertisen, Sprachkenntnisse uvm. freiwillig ergänzend angegeben werden. Das kann helfen, rasch und zielgerichtet Hilfestellung zu bekommen. Oder aber zu geben – das tun immer mehr Nutzer gerne und steigert nachweislich ihre Zufriedenheit.
  • Blitzumfragen, One-Click-Votings, Pulse Checks. Wo drückt der Schuh? Was läuft gut – und was noch nicht? Ist die neue Strategie oder neuartige regulatorische Anforderungen verständlich erläutert worden – oder noch nicht? Moderne Kommunikations- und Kollaborationsplattformen bieten großartige Möglichkeiten, um niedrigschwellig Stimmen und Stimmungen zu ergründen.
  • Feedback & Lob. Digitale “Compliment Cards”, “Kudos” oder “Praise & Feedback Sticker”: Ein kleines virtuelles Lob kann viele Kräfte freisetzen – nicht nur beim unmittelbar Angesprochenen, sondern bei vielen, die mitlesen und mitliken.
  • Gamification, Quiz, Adventskalender & Co.Längst geht es beim Thema Gamification nicht mehr um Spaß, Kurzweile und Zeitvertreib. Durch clevere Digitalformate kann Wissen völlig neu und nachhaltig verankert werden. Beispiele: Sicherheits- und Unfallschutz, Compliance oder auch IT- und Cyber-Sicherheit. Digitale Rubbellose/Glücksräder oder Ratespiele können eine aufmerksamkeitsstarke Alternative zum drögen FAQ-Katalog als Word-Dokument sein.

INSPIRIEREN:

  • Onboarding-Community für neue Mitarbeitende. Das Onboarding neuer Kolleginnen und Kollegen kann durch eine Community erheblich erleichtert werden, da hierbei oftmals wiederkehrende bzw. redundante Fragen gestellt werden. „Wo erfahre ich was?“, „Wer ist Ansprechpartner?“ – diese und ähnliche Antworten können z. B. von Azubis des vorherigen Jahrgangs oder auch den Erfahrenen erstklassig gegeben werden. Diese fühlen sich wertgeschätzt, da sie ihre Erfahrungen einbringen können. Die „Neuen“ wiederum fassen schneller tritt und freuen sich über rasche Antworten – all‘ das kann die Zufriedenheit steigern und das Personalteam gleichzeitig entlasten.
  • Communities of Interest (Fahrgemeinschaften, Sportgruppen & Co.). Die besten Lauf- oder Mountainbike-Strecken? Lust, das lokale Sportteam gemeinsam in der Wettkampfstätte anzufeuern? Oder aber eine Fahrgemeinschaft bilden, um Spritkosten zu sparen? Communities of Interest bzw. unter Gleichgesinnten machen’s möglich – unter dem Dach des Arbeitsgebers kann hier ohne hohen Budget- oder Ressourcenaufwand viel für die Menschen durch die Möglichkeit für Austausch und Vernetzung erreicht werden.
  • Ideenmanagement & Best-Practice-Börse. Sie haben eine tolle Idee, wie etwas für noch besser, günstiger, schneller geht? Sie haben wertvolle Tipps, die Kunden oder Kollegen glücklich machen? Auf modernen Plattformen stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, Wissen zu teilen, nachahmenswerte Beispiele in Wort, Bild und Ton zu erzählen oder über mögliche Varianten abstimmen zu lassen. Jeder hat dabei eine Stimme – im wörtlichen wie übertragenen Sinne – und kann frei von Alter, Hierarchie oder Dauer der Unternehmenszugehörigkeit etwas zum Wohle aller verbessern. Das ist Wertschätzung pur!

Sie spüren es: Employee Engagement bzw. Mitarbeiterbindung ist häufig keine Fragen von zusätzlichen Budgets oder Kapazitäten. Glücklich können sich dabei die Organisationen schätzen, die bereits leistungsstarke, cloudbasierte Lösungen zur Vernetzung ihrer Belegschaften einsetzen: Mit ein wenig Kreativität kann mit den digitalen Helfern viel für die Menschen erreicht werden. Wenn dann noch genügen Augenmerk auf die Informationsarchitektur, UX/UI, Berechtigungen und die Befähigung der Inhaltsverantwortlichen und Nutzer gelegt worden ist, ist der Digitale Arbeitsplatz ein unverzichtbares Asset rund um Mitarbeitergewinnung und -bindung.