Zehn Tipps für die erfolgreiche Yammer-Moderation

Tipps für die Yammer-Moderation | HIRSCHTEC

Impulse, Kontext, Orientierung: Yammer macht Spaß und entwickelt sich für immer mehr Führungskräfte zum zentralen Kommunikationsmittel für Digital Leadership. Das soziale Netzwerk aus dem Office 365-Baukasten von Microsoft besticht durch seine intuitive Bedienung und niedrigschwellige Möglichkeiten für Kommunikation und Austausch auch von großen Gruppen. Damit diese lebendig und produktiv sind, braucht es gute Moderation und den ein oder anderen sanften Schubser in die richtige Richtung. Hier ein paar Tipps, um die Interaktion (nicht nur) mit Yammer anzuregen:

1. Zielsetzung & Spielregeln klar kommunizieren

Legen Sie eindeutige Spielregeln fest. „Du“ oder „Sie“, Datei-Uploads ja oder nein, in welcher Sprache soll in Ihrer Gruppe miteinander „gesprochen“ bzw. geschrieben werden? Falls nicht übergreifend geregelt, äußern Sie kurz Ihre Erwartungen an die Gruppenmitglieder. Und vor allem: Sagen Sie kurz und prägnant, wozu der Austausch in Ihrer Gruppe dienen soll – und wozu ggf. nicht.

2. Mitglieder begrüßen

Namen sind Nachrichten. Bitten Sie neue Mitglieder Ihrer Yammer-Gruppe als „erste Amtshandlung“, sich den übrigen Teilnehmern kurz vorzustellen. So taut das Eis und die weiteren Dialoge starten leichter.

3. Impulsfragen stellen

Betreiben Sie Erwartungsmanagement. Hören Sie zu, was die Mitglieder wissen und lernen möchten und binden Sie Ihre Community aktiv durch Impulsfragen ein (z. B. „Was brauchen wir, um das Projekt erfolgreich voranzubringen?“, „Wie tragen wir unser Thema noch besser in weitere Abteilungen und gewinnen weitere Unterstützer?“).

4. Besser regelmäßig statt häufig

Posten Sie verlässlich und regelmäßig. Es ist z. B. sinnvoller, stets jeden Mittwoch etwas zu schreiben, als fünf Tage hintereinander und danach in einen wochenlangen Dornröschen-Schlaf zu verfallen. Halten Sie ein oder zwei Posts als „Themenpuffer“ parat.

5. Zeitnah antworten

Nichts frustriert Mitglieder Ihrer Yammer-Gruppe oder auch von anderen Social Communities mehr, als keine Reaktion zu erhalten. Sie müssen gar nicht der allwissende „Experte Nr. 1“ sein! Falls Sie selbst nicht die passende Antwort parat haben, leiten Sie Anfragen weiter oder ermuntern Sie die Community, Lösungswege aufzuzeigen oder adäquate Ansprechpartner zu nennen.

6. Loben und wertschätzen

Danken Sie besonders engagierten Mitgliedern mit einem kurzen Post. Das motiviert auch die übrigen Teilnehmer, „Gesicht und Stimme“ zu zeigen und sich aktiv zu beteiligen und mit neuen Ideen einzubringen.

7. Menschen auch offline verbinden

Falls räumlich und zeitlich möglich, schaffen Sie für Ihre Gruppe Möglichkeiten, sich auch in der realen Welt miteinander zu vernetzen und in Kontakt zu treten. Ob ein gemeinsames Mittagessen oder ein kurzes Treffen auf einer Management-Konferenz: Nichts ersetzt den persönlichen Austausch. Und wer offline nicht zusammenarbeitet, der wird dies auch online nicht tun.

8. Drittinhalte einbinden

Öffentlich verfügbare Statistiken zum Gruppen-Thema, Link- und Lesetipps, YouTube-Videos und frei zugängliche Online-Presse-Clippings – all das und noch viel mehr lässt sich hervorragend integrieren, um sein Publikum zu informieren und zu unterhalten. Nur Mut: Wer Drittinhalte einbindet, kupfert eben nicht stumpf von anderen ab, sondern beweist Weitsicht und Kompetenz.

9. Inhalte und Feedbacks aufgreifen

Ihre Mitglieder haben durch eine produktive Diskussion einen nutzenstiftenden FAQ-Katalog entwickelt? Durch die Community-Arbeit entstehen Ergebnisse, von denen auch Kollegen jenseits der Gruppe profitieren könnten? Es ergeben sich spannende Stories zu Fähigkeiten von Kollegen und Erfolgsbeispielen aus Teams? Geben Sie z. B. Ihrer Kommunikationsabteilung hierzu einen Hinweis. Vielleicht entsteht hieraus ja eine spannende Unternehmens-News oder ein Interview, das anderen in Ihrem Hause hilft oder sie inspiriert. Sharing is caring!

10. Stellvertreter/Co-Moderator benennen

Termindruck, Urlaub, Krankheit – es gibt viele Gründe, warum Sie als Gruppen-Administrator oder Community Manager mit Ihren Ressourcen haushalten müssen. Ernennen Sie daher einen Stellvertreter, der Sie kurzfristig unterstützen kann.

Sie spüren es: Es braucht nicht viel, um seine Gruppe in einen lebendigen virtuellen Ort des Austauschs und eine engagierte Community zu verwandeln. Viel Erfolg beim produktiven Kommunizieren!

By |2019-06-26T13:52:21+02:00Juni 25th, 2019|Categories: Blog, Kommunikation, Moderation|Tags: , , , |0 Comments

About the Author:

Oliver Chaudhuri ist Leiter Team Communications und Mitglied der Geschäftsleitung von HIRSCHTEC. Er unterstützt Unternehmen dabei, Schwellen auf dem Weg zum Modern Workplace durch Kommunikation zu überwinden und den kulturellen Wandel gemeinsam mit den Mitarbeitern erfolgreich zu gestalten.

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